Vorschau

 

 

Jahresausstellung der Solinger Künstler im Kunstmuseum Solingen

 

Vernissage: Samstag, 23. Februar 2019, 18 Uhr

 

Dauer der Ausstellung: 24.02. -17.03.2019

 

Weitere Informationen folgen.

 


Die Städtische Artothek sucht Verstärkung!

 

Sie sind interessiert an einer ehrenamtlichen Arbeit im kulturellen Bereich? Dann könnte die Städtische Artothek in der Galerie SK etwas für Sie sein! 

Sollten Sie Interesse haben, melden Sie sich gerne bei Ulle Huth unter 0212 591778.

Mehr über die Artothek erfahren Sie hier.

 


RÜCKBLICK

Impressionen der Lichternacht 2018



Wir trauern um unseren geschätzten Künstlerkollegen und Freund Ernst Theis, der am 6. Juli 2018 nach schwerer Krankheit verstarb .

 

Während seiner langjährigen Mitgliedschaft im Verein Solinger Künstler hat er durch sein herzliches Wesen, durch sein Engagement und seine künstlerische Tätigkeit den Verein mitgeprägt und unser Vereinsleben kraftvoll und positiv bereichert. 

 

Lieber Ernst, wir vermissen dich.

 


Impressionen des Güterhallenfestes in der Galerie SK: 12./13. Mai 2018

 

Hier entstehen "Geisterbahnen für die Hände": 




Februar / März 2018, Kunstmuseum Solingen:

SKosmos, Ausstellung der Solinger Künstler und
tastes like grapefruit, Einzelausstellung von Sabine Smith

 

 Solinger Tageblatt - Jahresschau

Solinger Künstler blicken in den Kosmos

Aktualisiert: 09.02.18 08:51

Quietsche-Entchen mal ganz lustig erinnern in Susanne Müller-Kölmels Bildern an das Ende des Schwimmbads am Vogelsang.

© Ulli Preuss

Quietsche-Entchen mal ganz lustig erinnern in Susanne Müller-Kölmels Bildern an das Ende des Schwimmbads am Vogelsang. © Ulli Preuss

21 Vereinsmitglieder stellen bei der Jahresschau im Kunstmuseum aus. Morgen ist Eröffnung.

Von Philipp Müller

 

JAHRESSCHAU

KÜNSTLER Ilse Alshuth-Goffart, Michael Bauer-Brandes, Heiderose Birkenstock-Kotalla, Sabine Bohn, Kirsten Diez-Reinbeck, Friedel Feldbusch, Judith Funke, Klaus Greinert, Anita Herzog-Graf, Ulle Huth, Astrid Kirschey, Michael Klette, Heinz-Peter Knoop, Petra Korte, Susanne Müller-Kölmel, Joachim Noffz, Jürgen Schmatz, Ela Schneider, Güdny Schneider-Mombauer, Manuela Stein, Ernst Theis und Duda Voivo. 

 

ERÖFFNUNG Freitag, 10. Februar, 18 Uhr, Kunstmuseum

Ihren Zyklus „Magic mountains“, die magischen Berge, hat Güdny Schneider-Mombauer im Kunstmuseum als Kletterwand arrangiert. Die bunten Griffe aus Kletterhallen umranken die Bilder. Das Spiel mit den Räumen des Museums ist für die 21 Künstler des Vereins der Solinger Künstler (SK) wichtig. Wie sind die Sichtachsen? Woher kommt das Licht? Sie haben ihre Jahresschau unter dem Titel „SKosmos“ so gehängt, das eine Gesamt-Installation entsteht. Sie öffnet auf der einen Seite den Blick ins aktuelle Schaffen der Vereinsmitglieder. Und sie öffnet den Blick in den künstlerischen Kosmos der Solinger Maler, Fotografen und Bildhauer.

 

 

Güdny Schneider-Mombauer lädt in ihre „Magic mountains“ zum Herumklettern mit den Augen ein.

Güdny Schneider-Mombauer lädt in ihre „Magic mountains“ zum Herumklettern mit den Augen ein. © Ulli Preuss

 

Seit 70 Jahren sei der Verein nun fester Bestandteil der Stadtgesellschaft, erklärte Gisela Elbracht-Iglhaut bei der Vorstellung der Ausstellung. Die stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums betreut nicht nur die Jahresschau, sie wird morgen auch bei der Eröffnung in den Kosmos einführen. Zur Begrüßung spricht auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), worüber sich die Künstler sehr freuen, sagte Susanne Müller-Kölmel, die den Künstlerverein anführt.

 

100 leuchtende Plakate weisen über die Korkenziehertrasse den Weg

Nicht nur der Verein besteht seit nunmehr 70 Jahren, auch die Jahresschau existiert bereits so lange. Der Verein SK hat sich in diesem Jahr auch etwas Besonderes einfallen lassen. 100 mit Leuchtfarbe bemalte Plakate weisen vom Südpark über die Korkenziehertrasse den Weg zum Kunstmuseum, das ebenfalls an der Rad- und Wanderstrecke liegt. Im Südpark hat der Verein eine eigene Galerie in den Güterhallen, in der regelmäßig Ausstellungen stattfinden.

 

Mit abstrakter Kunst, kräftigen Farben und Formen nähert sich Judith Funke dem Ausstellungs-Titel „SKosmos“. Foto: Uli Preuss

Mit abstrakter Kunst, kräftigen Farben und Formen nähert sich Judith Funke dem Ausstellungs-Titel „SKosmos“. Foto: Ulli Preuss

 

Der aktuelle Kosmos der Solinger Künstler gibt sich in Gräfrath jung. Er ist farbenfroh. Er ist durchdacht. Und er bietet viel Raum, in die Tiefe der Kunst zu reisen. So erzählt Astrid Kirschey eine ganz besondere Geschichte. Auf einer runden Platte werden tausende kleine Styroporkugeln von zwei Gebläsen wild durcheinandergewirbelt, reihen sich immer wieder neu auf. Mit dem Titel „every second news“ gibt sie die Interpretations-Richtung vor: Jede Sekunde gibt es neue Nachrichten, jede Sekunde ordnet sich der Kosmos neu. Und trotzdem gibt es nur ein Schwarz, nur ein Weiß – die Farben der Installation, zu der auch fünf lange, fast monochrome schwarze und weiße Bilder gehören.

 

Jahresschau der Solinger Künstler 

https://www.solinger-tageblatt.de/bilder/2018/02/07/9594851/2059581938-cbsk5-152gndIgugbf.jpg© Christian Beier

Die Künstler zeigen ihre Werke im Kunstmuseum. © Christian Beierhttps://www.solinger-tageblatt.de/bilder/2018/02/07/9594851/1828914471-cbsk16-Nbf.jpgDie Künstler zeigen ihre Werke im Aber der Kosmos darf auch abstrakt sein. Diese Herangehensweise nutzen Heiderose Birkenstock-Kotalla, Ulle Huth oder auch Judith Funke. Doch das Thema Kosmos lasse viele Herangehensweisen zu, erklärte Müller-Kölmel. Sie selbst stellt drei Bilder über das gerade abgerissene Bad am Vogelsang aus. Bunte Quietsche-Entchen lassen die Erinnerung wachwerden, aber das Bad ist halt „hin und weg“.

 

Manuela Stein zeigt mit ihren Fotos, was man mit Händen alles formen kann, wie sie zur Skulptur werden.

Manuela Stein zeigt mit ihren Fotos, was man mit Händen alles formen kann, wie sie zur Skulptur werden. © Ulli Preuss 

Dass der Kosmos auch ein Sammelsurium der Galaxien, der Sterne und Individuen ist, bricht Ela Schneider mit ihren Skulpturen „Und was sammelst du?“ mit wie zufällig aufgestapelten Hölzern herunter, die wie kleine und große Kieselsteine wirken. Mit insgesamt 45 Arbeiten und Zyklen ist die Ausstellung voll, ohne überladen zu sein. Alles wirkt einzeln und auch miteinander. 

Zur Eröffnung gibt es mit der Querflötistin Dania Vierkötter auch Musik. Die wird auch am 23. Februar im Mittelpunkt stehen. Der in Solingen lebende DJ Klaus „John“ Fiehe, bekannt durch seine Sendungen auf „1Live“, lädt in seinen musikalischen Kosmos ein. Fiehe ist ehemaliges Mitglied der britischen Punk-Band „The Bollock Brothers“, in der er das Saxofon spielte. Doch ins Kunstmuseum bringt er einige seiner 40 000 Schallplatten mit und wird mit den Bildern rocken.

Frage nach dem Sein und Vergehen

 Das Leben schmeckt nach Grapefruit - süß, sauer und nass 

Für ihre Installation „geschoren“ ließ sich Sabine Smith am Mittwoch im Kunstmuseum den Kopf scheren. © Christian Beier 

Im Rahmen der Jahresschau der Solinger Künstler im Kunstmuseum stellt Sabine Smith die Frage nach dem Sein und Vergehen. 

Von Philipp Müller 

Das Leben selbst, seine Entstehung, sein Voranschreiten, sein Vergehen, das bestimmt das künstlerische Werk von Sabine Smith. Ihm ist im Rahmen der Jahresschau „SKosmos“ der Solinger Künstler im Kunstmuseum die Einzelausstellung „tastes like grapefruit“ gewidmet. Jedes Jahr stellt der Verein so während der Jahresschau das Wirken eines seiner Mitglieder besonders heraus. Die Werkschau öffnet am Samstag. 

Den Titel „Schmeckt nach Grapefruit“ hat Smith mit Hintergedanken gewählt. Die Frucht schmecke mal süß, mal sauer oder einfach auch nur nass. Jeder empfinde das anders – so wie das Leben auch. Sie selbst sagt, dass sie in ihren Arbeiten die Auseinandersetzung mit den Grenzbereichen des Lebens suche. 

Sabine Smith konfrontiert die Betrachter mit viel Doppelbödigkeit 

Und diese Grenzen trifft die Ausstellung mit voller Wucht. Für die Installation „geschoren“ ließ sich die Künstlerin ein Jahr lang die Haare wachsen. Am Mittwoch nahm sie auf einem weißen Holzstuhl im Museum Platz. Ihre Haare wurden geschoren und sind jetzt Teil des Kunstwerks. Haare wachsen, Haare fallen ab. Sie kommen, sie gehen. Und doch sind sie mehr als ein Symbol für den Lebenszyklus. Zugleich will sie an die Strafe für Frauen erinnern, sich mit Kriegsgefangenen einzulassen oder auch daran, dass Frauen im KZ die Köpfe rasiert wurden.

Das macht sie nicht aufdringlich, aber das hat eben große Kraft. Den leeren Stuhl kontrastiert sie mit Fotos aus früheren Zeiten mit ihrem geschoren Kopf und einer weiteren Serie mit Fotos von Astrid Kirschey aus der vergangenen Woche. Darauf trägt Smith lange Haare, zeigt, welche Wirkung, welche Bedeutung der Kopfschmuck haben kann. Doppeldeutigkeit ist der rote Faden in der Ausstellung. Da liegen Föten aus Latex in der Ecke. Symbol für Abtreibungen oder Überbevölkerung? Das verstört, soll verstören. Smith will bewusst ganz ernst in dieser Ausstellung genommen werden. Zugleich zeigt sie dem Betrachter mit der Installation „Spuren“ Schaumstoffabdrücke eines Schuh-Orthopäden in Terrakotta-Tönen. 

Ausstellung „tastes like grapefruit“, Eröffnung: Samstag, 18 Uhr, bis 4. März im Kunstmuseum zu sehen 


21. Oktober 2017, SK Labor | Auszug der Schwimmtiere

 

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